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So bestimmen Sie die Genauigkeit eines Blutzuckermessgeräts!

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So bestimmen Sie die Genauigkeit eines Blutzuckermessgeräts!

02.01.2025

So bestimmen Sie die Genauigkeit eines Blutzuckermessgeräts!

Die Überwachung des Blutzuckerspiegels ist ein wichtiger Bestandteil der Diabetesbehandlung. Viele Patienten stellen jedoch fest, dass die Ergebnisse verschiedener Marken oder sogar innerhalb derselben Marke von Blutzuckermessgeräten inkonsistent sind, was Zweifel an der Genauigkeit aufkommen lässt. So beurteilen Sie die Genauigkeit Ihres Blutzuckermessgeräts richtig.


1. Womit soll verglichen werden?

Der Goldstandard für die Blutzuckermessung ist die im Krankenhaus ermittelte venöse Blutzuckermessung. Die Diabetesdiagnose basiert auf dem Plasmaglukosespiegel, und alle Blutzuckermessgeräte werden anhand biochemischer Analysegeräte kalibriert und nicht mit anderen Messgeräten verglichen.

Um die Genauigkeit Ihres Messgeräts zu überprüfen, vergleichen Sie es am besten mit einem Nüchternblutzuckertest im Krankenhaus. Nachdem Ihnen die Krankenschwester Blut abgenommen hat, messen Sie gleichzeitig mit Ihrem Messgerät den Kapillarblutzucker. Vergleichen Sie die Ergebnisse, sobald der Krankenhausbericht vorliegt. Beachten Sie:

  • Der Blutzuckerspiegel variiert:
    • Blut aus verschiedenen Stellen (z. B. venös oder kapillar) weist unterschiedliche Glukosekonzentrationen auf.
    • Der Blutzuckerspiegel schwankt im Tagesverlauf.

Eine Diskrepanz muss nicht zwangsläufig auf eine Ungenauigkeit hinweisen, wenn sie innerhalb akzeptabler Grenzen liegt.


2. Was ist eine akzeptable Fehlerspanne?

Genauigkeit

Gemäß der internationalen Norm ISO 15197 beträgt der akzeptable Fehlerbereich für Blutzuckermessgeräte:

  • Wenn der Blutzucker
  • Bei einem Blutzuckerwert ≥ 5,6 mmol/l: ±15 %.

Zum Beispiel:

  • Wenn Ihr venöser Blutzucker unter 5,6 mmol/l liegt, sollte Ihr Messgerätewert um nicht mehr als ±0,83 mmol/l abweichen.
  • Wenn Ihr venöser Blutzuckerwert ≥5,6 mmol/l beträgt, sollte die Abweichung ±15 % nicht überschreiten.

Wiederholbarkeit

Selbst mit demselben Blutstropfen können wiederholte Tests unterschiedliche Ergebnisse liefern. Die zulässige Variabilität beträgt:

  • Blutzucker
  • Blutzucker ≥ 5,6 mmol/l: Variationskoeffizient (CV)

3. Welche Faktoren beeinflussen die Testergebnisse?

1. Hämatokritwerte (HCT):

Blut besteht aus Plasma, roten und weißen Blutkörperchen sowie Blutplättchen. Periphere Blutzuckermessgeräte messen den Vollblutzucker, und höhere Erythrozytenwerte (HCT) können die Ergebnisse verfälschen. Im Gegensatz dazu messen venöse Blutzuckertests den Plasmazucker, der vom HCT weniger beeinflusst wird.

2. Unsachgemäße Probenahme oder Druck:

Periphere Blutuntersuchungen können beeinflusst werden durch:

  • Feuchtigkeit auf der Hautoberfläche, Alkoholrückstände oder Verunreinigungen.
  • Übermäßiges Drücken während der Blutentnahme, wodurch sich Gewebeflüssigkeit mit der Probe vermischt.
  • Verschiedene Probenentnahmestellen. Studien zeigen beispielsweise, dass der Glukosespiegel von Zeigefingern oft höher ist als der von Ringfingern, wobei die Ergebnisse des Ringfingers eher dem venösen Blutzuckerspiegel entsprechen.

3. Teststreifen:

Blutzuckermessgeräte reagieren mit der Glukose im Blut und den Chemikalien auf dem Teststreifen. Dadurch entsteht ein elektrischer Strom, der proportional zur Glukosekonzentration ist. Faktoren wie Enzymaktivität, Lagerbedingungen und Temperatur (18–35 °C) können die Ergebnisse beeinflussen.

Zu den weiteren Faktoren zählen Erkrankungen wie eine hohe Blutviskosität, ein anormaler Hämatokritwert, Blutproben von Neugeborenen oder hohe Blutfettwerte, die alle die Leistung der Teststreifen beeinflussen können.


4. Wie kann die Messgenauigkeit verbessert werden?

1. Wählen Sie das richtige Messgerät:

Entscheiden Sie sich für eine renommierte Marke, vorzugsweise eine mit HCT- und Temperaturkorrekturfunktionen.

2. Wählen Sie die richtige Probenahmestelle und reinigen Sie sie gründlich:

Zur Probenentnahme verwenden Sie den Ringfinger. Reinigen und desinfizieren Sie die Stelle und stellen Sie sicher, dass sie vor der Probenentnahme trocken ist.

3. Verwenden Sie die richtige Technik:

  • Wählen Sie eine geeignete Tiefe für die Lanzette, um einen ausreichenden Blutfluss sicherzustellen.
  • Wischen Sie den ersten Blutstropfen mit einem sauberen Wattestäbchen ab und verwenden Sie den zweiten Tropfen auf dem Teststreifen.
  • Vermeiden Sie es, den Streifen zu wenig zu füllen oder erneut mit Blut zu befüllen.

4. Teststreifen richtig aufbewahren:

  • Bewahren Sie die Streifen in ihrem Originalbehälter auf, dicht verschlossen, und lagern Sie sie an einem kühlen, trockenen Ort (2–30 °C).
  • Mischen Sie keine gebrauchten Streifen mit unbenutzten und überprüfen Sie immer das Verfallsdatum.

5. Was ist mit Laser-Blutzuckermessgeräten?

Laser-Blutzuckermessgeräte unterscheiden sich lediglich in der Probenahmemethode, nicht jedoch in der Genauigkeit, die weiterhin von den Teststreifen abhängt. Lasermessgeräte liefern aufgrund ihrer Fähigkeit, die Probenahmestelle zu reinigen, möglicherweise sogar präzisere Ergebnisse.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass leichte Abweichungen in den Messwerten normal sind, solange sie innerhalb der Normbereiche liegen. Vermeiden Sie die gleichzeitige Verwendung mehrerer Messgeräte, da dies zu unnötiger Verwirrung führen kann. Wählen Sie ein zuverlässiges Blutzuckermessgerät mit gutem Kundendienst für eine kontinuierliche Überwachung. Beobachten Sie die Entwicklung im Laufe der Zeit und konsultieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie signifikante Schwankungen feststellen. Mit den richtigen Techniken können Sie genaue Blutzuckerwerte sicherstellen und so Ihr Diabetesmanagement verbessern.